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    Profilbild von Athreide
    Athreide
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    Hallo Forum,

    ich wollte mal einige persönliche Gedanken und Erfahrungen mit Euch teilen. Ich weise darauf hin, dass es persönliche Erfahrungen und natürlich meine persönliche Meinung ist. Nachfolgend die stark verkürzte Version:

    2007 wurde bei mir – zunächst durch den Hausarzt dann durch die Uniklinik – eine Leberveränderung festgestellt. Danach habe ich mich vollständig auf die Behandlungsversuche der Doktoren verlassen. Es ging über Leberbiopsie 2009, Cortisontherapie, Therapie mit Autoimmunsuppresiva, alle 2 – 4 Wochen Bluttest beim „Spezialisten“ Gastro-Doc. Den Gastro-Doc habe ich einmal gewechsel. Man möchte ja mehrere „Meinungen“ hören. in 2012 war es dann soweit. Mein Arzt teilte mir mit: Leberzirrose (vorher vermutete Autoimmunhepatitis). Meine Leberwerte waren nicht sonderlich gut (GOT / GPT > 1000). Er kündigte mir an, ich werde bald auf der Liste landen „dürfen“. Impfungen: wenn man so eine Autoimmunhepatitis hat, dann muss man geimpft werden (so der Doc). Ich wurde dann mit Hep. A, B, C, und Pneumokokken versorgt (mehrfach). Damals dacht ich nocht nicht darüber nach was das für Folgen haben könnte. Impfen. Tse. Ist doch ne sichere Sache.

    Das war für mich persönlich der Wendepunkt. Ich habe für mich entschieden die Medikamente abzusetzen. Die Termine beim Arzt nahm ich trotzdem regelmäßig wahr. Ich ernähre mich seit nunmehr 13 Jahren vegetarisch. Und sieheda: meine Werte haben sich verbessert, so dass ich mich Ende 2013 im Normbereich einpendelte (nur leicht erhöht, stört mich aber nicht). Mein Arzt war sehr zufrieden mit dem Erfolg seiner Terapie (welche auf Basis einer von keiner Stelle bestätigten Diagnose erfolgte. Worlaut beim Verschreiben des Budesonid: wir versuchen das mal. Schlechter kann es ja in ihrem Fall nicht werden).. Ich offenbarte ihm dann, dass ich schon seit einem halben Jahr keine Medikamente mehr einnehme. Zudem schrieb ich ihm noch eine Email mit meinem Ansatz, welcher die Verbesserung des Zustandes erklärte (aus meiner Sicht). Mein Arzt antwortete dann auf meine Email. Hier ein Auszug aus dem Originaldokument:

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    bei unserer letzten Sitzung wollte ich nur den sehr günstigen Verlauf darstellen, der bei Patienten mit Zirrhose im Gefolge einer Sarkoidose sehr ungewöhnlich und erfreulich ist – wobei die Krankheit selbst in dieser Form ja auch sehr selten ist.

    Allerdings kommt es bei Patienten mit üblichen Form der Sarkoidose, an der Lunge, häufiger zu einem langen bis lebenslangen Stillstand der Erkrankung nach einer die Immunabwehr hemmenden Therapie – übrigens ganz unabhängig von Diät. Das ist also gar nicht so selten und deshalb setzt man ja auch meist, wenn die Erkrankung zum Stillstand gekommen ist, die Immunsuppression irgendwann ab, probatorisch.

    Allerdings liegt bei Ihnen eine sehr schwere, fortgeschrittene Form der Erkrankung vor, die bereits zu einer Leberzirrhose führte. Dies bedroht nun einmal ihr Leben bei jedem Schub oder zusätzlichen Infekten etc. erheblich und führt auch per se zu einer statistisch relevant verkürzten Lebensprognose bei deutlich erhöhtem Risiko von Leberzellkrebs und Leberversagen. Daher muss man Ihnen lebenslange enge Anbindung an einen hepatologisch erfahrenen und halbjährliche Ultraschalldiagnostik sowie selbst bei völlig unauffälligem Verlauf zumindest halbjährliche Labordiagnostik nach heutigem Stand unbedingt empfehlen.

    Für die Rohkost oder vegane Kost gibt es zu wenige Hinweise zur Wirksamkeit, als dass ich das Patienten empfehlen kann. Da sie sehr eiweißarm ist, ist sie bei Patienten mit Leberzirrhose nach der Datenlage eher ungünstig (führt potentiell zu Muskelabbau, was die Prognose relevant mindert), so dass ich sie keinem Patienten guten Gewissens empfehlen kann. Eine Zumischung zur normalen Kost unter Reduktion von Kohlenhydraten kann durchaus sinnbringend sein, aber eben nicht eine weitgehende Eiweißreduktion wie beschrieben.

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    Heute – 2017 – bin ich immer noch im Besitz all meiner Organe. Bis auf die bei der Biopsie entnommenen Gewebeproben ist noch alles meins. Meine Leberwerte lasse ich nicht mehr kontrollieren denn ich fühle mich gut und Gesund.

    Anfang 2014 habe ich mich dann mit Vitamin D3 und weiteren Nahrungsergänzungsmitteln beschäftigt. Unter anderem mit OPC, MSM, DMSO, Vit. C, Vit. K2. Ich kann nur jedem empfehlen sich zu informieren.

    Ich kann behaupten, ich haben den Ausstieg aus dem sog. Gesundheitssystem vollzogen. Seither war ich nur ein zweimal zwecks Blutuntersuchung beim Doc (Vit. D3 Test).

    Fazit: vertraut Euch selbst. Hört auf Euren Körper und hinterfragt – insbesondere die Aussagen von sog. Experten (das kennen die meisten von Euch denke ich bereits).

    #5051
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    dre
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    Hallo und willkommen im Forum Athreide,

    vielen Dank für die Ausführungen zu deinen gesammelten Erfahrungen. Es freut mich, dass du deinen Arzt überlebt hast und es dir nun gesundheitlich gut geht.

    Laut weiteren Berichten und Statistiken, die ich selbst nicht gefälscht habe, seien viele Menschen in der Lage gewesen, sich selbst durch u. a. eine Ernährungsumstellung hin zu veganen Lebensmitteln zu heilen (Gesundheit in Eigenverantwortung).

    Leider vertrauen die meisten Menschen den sog. „Experten“ des sog. „Gesundheits“-Systems blind und nehmen die u. a. verschriebenen Pillen, Impfungen, Chemotherapien usw. an, ohne es zu hinterfragen…

    Schöne Grüße.

    #5052
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    netsuke
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    Hallo Athreide,

    Herzlich Willkommen im Forum und Danke für Deinen ersten Beitrag.
    Als ich anfing ihn zu lesen, hatte ich den Eindruck, Du würdest hier im Forum, nach der Schilderung Deines Falles, um Rat fragen. Umso erstaunter und erfreuter war ich, dass die Schilderung eine Wendung in meiner Wahrnehmung nahm. Sehr schön, wie Du eigenverantwortlich (trotz Angstmache) für Dich entschieden und gehandelt hast, Gratulation.

    #5055
    Profilbild von Athreide
    Athreide
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    Hallo Netsuke, Dre,

    Danke für Eure Rückmeldung. Meiner Meinung nach ist Eigenverantwortung der Schlüssel zu allem (zumindest zu vielem).

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